Pfarrer Arnold Pirner und Rita Gleißner, die gute Seele der Pfarrei, wurden am Sonntagabend in Luhe verabschiedet. Dazu gehörten Musik, persönliche Worten, Erinnerungen, überraschende Ständchen und so manche Träne.
Luhe. (kki) "Mit Wehmut und Dankbarkeit ziehen wir hier weg." Mit diesen Worten beschrieb Pfarrer Arnold Pirner seinen Abschied nach 18 Jahren in Luhe: Wehmut über das Ende einer wunderbaren, erfüllten Zeit, Dankbarkeit für die vielen Menschen und Begegnungen, die seinen Weg geprägt haben. Beides war an diesem Abend in der vollen Pfarrkirche St.-Martin spürbar.
Wie wichtig Pirner die Jugendarbeit war, zeigte sich schon beim Einzug: Eine große Schar Ministranten aus Luhe, Oberwildenau und Neudorf zog vor ihm und Prodekan Johannes Lukas in die Kirche ein. Viele von ihnen hatte Pirner einst getauft, später als Ministranten erlebt und auf ihrem Weg begleitet. Zu Recht konnte er später sagen: "Ich bin stolz auf euch."
Auch musikalisch wurden alle Register gezogen: Zum Einzug ließ Noah Käs auf der Trompete gemeinsam mit Organistin Birgit Brennig das "Trumpet Tune" erklingen. Die Kirchenchöre aus Luhe und Oberwildenau unter der Leitung von Larissa Burgardt legten sich mit Gounods "Messe brève Nr. 7" mächtig ins Zeug. Händels "Halleluja" setzte den Höhepunkt. In seiner Predigt ließ Pirner die 18 Jahre Revue passieren. Er schaute durch die Reihen, erinnerte an Menschen, die er begleiten durfte, an gemeinsame Wege und auch an Menschen, die inzwischen verstorben sind. "Christ sein ist auch immer ein Unterwegssein", sagte er. 18 Jahre lang habe er das Wort Gottes verkündet und freue sich, wenn es auf fruchtbaren Boden gefallen sei. Er selbst verstand sich als Wegbegleiter vieler Menschen. Die Erinnerungen an die vielen Menschen und gemeinsamen Wege nehme er wie Geschenke im Herzen mit.
Zu diesem Weg gehörte für Pirner ganz wesentlich Rita Gleißner. Er bezeichnete sie als große Stütze, die in all den Jahren bestens auf ihn geschaut und ihre Talente und ihr Können in den Dienst der Pfarrei gestellt habe. Beide wurden immer wieder als gutes Team bezeichnet. Mit der Gitarre sang Rita Gleißner für Pirner "Ich lad' dich ein, mit mir zurückzuschauen" - ein Titel, der kaum besser zu diesem Abend hätte passen können. Wenig später musste sie allerdings selbst zum Taschentuch greifen: Aktive und ehemalige Martinsspatzen überraschten ihre Gründerin und langjährige Leiterin mit Tina Trummer quasi als kleiner Flashmob mit "Servus".
Was die vielen Redner an diesem Abend verband, war der Blick auf Pirner als Seelsorger und Wegbegleiter. Prodekan Lukas verlas einen persönlichen Brief des Bischofs, verabschiedete sich selbst herzlich und überreichte Pirner eine Medaille mit der Schlüsselübergabe Christi an Petrus. Willi Köllner und Silvia Ippisch stellten Pirners großes seelsorgerisches Engagement heraus. Kirchenpfleger Bernhard Irlbacher hatte für Rita Gleißner ein Bäumchen und einen Gutschein für den noch jungfräulichen Garten in Trippach dabei. Karl Weiß, Senior der Pfarrei, widmete den beiden ein langes Gedicht. Bürgermeister Sebastian Hartl sah Gemeinsamkeiten im Amt des Pfarrers und des Bürgermeisters: Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und für Menschen da sein.
Beim Auszug standen die Ministranten Spalier. Mit der Blaskapelle Oberwildenau und den Fahnenabordnungen der Vereine ging es in den Pfarrgarten, wo sich die Ministranten mit heiteren, aber auch ergreifenden Worten von ihrem Pfarrer verabschiedeten. Die Vereine überreichten ihre Geschenke, die Blaskapelle spielte auf. Und ein "Auf Wiedersehen" war an diesem Abend ernst gemeint - schließlich ist Trippach nicht am Ende der Welt.
Luhe (rgl). Trotz der vorhergesagten großen Hitze machten sich am 27. Juni 70 Pilger auf den Weg nach Mariahilf in Amberg. Um 2 Uhr nachts brachen die ersten Fußwallfahrer nach dem Pilgersegen, den Pfarrer Arnold Pirner erteilt hatte, in Luhe auf. Weitere schlossen sich um 3 Uhr in Neudorf und auf weiteren Stationen wie Buchberghütte oder Pursruck an, so dass schließlich ein stattlicher Zug von 70 Fußpilgern singend und betend nach Amberg zog. Das Pilgerleiterteam, Peter Hentschel und Dietmar Wagner, hatte alles umsichtig organisiert und vorbereitet. Die Sanitätsbetreuung übernahm wie immer die BRK-Bereitschaft Rothenstadt. Die Freiwillige Feuerwehr Luhe sicherte den Verkehr ab und versorgte die Wallfahrer mit Getränken. Um 11 Uhr kam die Pilgergruppe nach 33 km Fußmarsch erschöpft, völlig durchgeschwitzt, aber glücklich und wohlbehalten am Mariahilfberg an, wo sie von Pfarrer Arnold Pirner, sechs Luher Ministranten und einem Pater des Franziskanerklosters feierlich empfangen wurde. Viele Gläubige waren noch mit Bus oder Pkw zur Pilgermesse gekommen. Der Kirchenchor St. Martin unter der Leitung von Larissa Burgardt gestaltete den Festgottesdienst eindrucksvoll mit der Ettaler Liebfrauenmesse. Solistin Gertrud Werner sang das „Ave Maria“. Pfarrer Arnold Pirner, für den es die letzte Wallfahrt vor seinem Ruhestand war, sagte in seiner Predigt: „Mein Gebet gilt in dieser Stunde besonders Ihnen allen und unserer ganzen Seelsorgegemeinschaft. In wenigen Wochen steht ja ein großer Umbruch an: Für mich ein wehmütiger Abschied, für Sie ein Neuanfang mit neuen Seelsorgern, manchen Veränderungen, neuen Möglichkeiten und Herausforderungen. Bitten wir heute die Muttergottes um ihre Fürsprache, dass dieser Wechsel und der neue Anfang gut gelingen und dass es für die ganze Pfarreiengemeinschaft gut weitergeht und wir auch in Zukunft miteinander verbunden bleiben“. Die Wallfahrt sei ein öffentliches Glaubenszeugnis, ein Weg zum Abschalten und Innehalten. Maria sei eine gute Wegbegleiterin, nicht nur auf der Wallfahrt, sondern auf dem ganzen Lebensweg.
Am Ende sagte Pfarrer Pirner allen ein herzliches Vergelt’s Gott, die zum Gelingen der Wallfahrt beigetragen hatten, dem Vorbeter- und Vorsängerteam, den Lautsprecher- und Kreuzträgern, dem BRK, der Feuerwehr, dem Kirchenchor und besonders den beiden Pilgerleitern Peter Hentschel und Dietmar Wagner.
Sie überreichten Pfarrer Pirner zum Dank für 18 Jahre Begleitung mit Pilgersegen und schönen Pilgermessen im Namen aller Wallfahrer den eigens angefertigten Pilgerstab der Pfarrei Luhe, wünschten ihm Gottes Segen für den Ruhestand und luden ihn ein, auch in Zukunft bei der Wallfahrt dabei zu sein.
Sichtlich gerührt wünschte Pfarrer Pirner den Pilgern neue Kraft und Stärkung im Glauben und gemütliche Stunden bei der Einkehr beim Bergfest.
Luhe/Oberwildenau (rgl). Bei einem festlichen Abend am 23. Juni wurden im Pfarrheim St. Martin die Kirchenchöre St. Martin Luhe und St. Michael Oberwildenau geehrt. Mit einem Lied eröffnete der Chor von St. Michael den Abend. Pfarrer Arnold Pirner hieß alle Sängerinnen und Sänger, Larissa Burgardt als Leiterin beider Chöre, sowie die beiden PGR-Sprecher Willi Köllner (Luhe, selber Chorsänger) und Silvia Ippisch (Oberwildenau) und Kirchenpfleger Hans Häusler aus Oberwildenau herzlich willkommen; Bernhard Irlbacher aus Luhe war beruflich verhindert.
Nach einem gemeinsam gesungenen Lied beider Chöre ließen sich alle zunächst Schaschlikpfanne mit Baguette schmecken, bevor der Luher Kirchenchor noch eine „Kleine Nachtmusik“ zum Besten gab.
In seiner Festansprache betonte Pfarrer Arnold Pirner anschließend, dass er sehr froh und stolz sei, in Luhe und Oberwildenau gleich zwei sehr gute Kirchenchöre zu haben, die die kirchlichen Feste musikalisch hervorragend gestalten und ihnen einen besonders würdigen Charakter verleihen – zur Ehre Gottes und zur Freude der Gläubigen. Er zitierte die heilige Hildegard von Bingen mit den Worten „In der Musik hat Gott den Menschen die Erinnerung an das verlorene Paradies hinterlassen“ und den heiligen Augustinus, der einst feststellte: „Wer singt, betet doppelt!“.
„Sie, liebe Sängerinnen und Sänger, widmen einen festen Teil Ihrer Freizeit der Kirchenmusik. Sie kommen jede Woche zu den Singstunden und teilen Ihre Zeit an den Festtagen so ein, dass Sie mit dem Kirchenchor die Gottesdienste gestalten können. Das ist ganz und gar nicht selbstverständlich, und deshalb möchte ich Ihnen heute im Namen der Pfarrgemeinde und auch persönlich ganz herzlich Vergelt’s Gott sagen für Ihr Engagement“, lobte Pfarrer Pirner seine Chöre und verlas anschließend ein Grußwort von Regionalkantor Florian Schuster, der wegen einer Urlaubsreise nicht kommen konnte.
Anschließend nahm Pfarrer Pirner zusammen mit den PGR-Sprechern und Kirchenpfleger Hans Häusler die Ehrungen vor.
Vom Luher Kirchenchor wurden mit Urkunden des Bischofs geehrt: Karl Weiß (72 Jahre), Wolfgang Eimer (48), Rosemarie Eimer (59 Jahre), Manfred Schwab (48), Benita Pirzer (47), Rita Gleißner (46), Gertrud Werner (45), Uwe Raab und Christina Käs (35), Nicole Schmid und Tanja Käs (30), Christine Reichel (28), Andi Bayerl (27), Rita Trogisch und Agnes Hehenberger (25).
Pfarreiurkunden erhielten: Sonja Schlosser, Christine Kick und Peter Hentschel (19), Elisabeth Sollfrank (18), Christian Sollfrank (16), Gisela Schulze (15), Kerstin Kick (12), Willi Köllner (10) sowie Christine Schulze und Petra Irlbacher (2).
Vom Oberwildenauer Chor wurden mit Urkunden des Bischofs geehrt: Peter Anzer (58), Karin Meiler (51), Georg Duschner (49), Claudia Gruber (48), Bernhard Meiler (41), Siegmund Frischholz (40), Andrea Kick und Sonja Anzer (36), sowie Chorleiterin und Organistin Larissa Burgardt (27). Ihr überreichte Pfarrer Pirner zusätzlich einen Blumenstrauß zum Dank.
Mit Pfarreiurkunden wurden geehrt: Melanie Roith, Brigitte Häusler und Helmut Faltenbacher (12), Monika Baumer (10), Irmgard Dietrich (3) und Manuela Richter (2).
Alle Geehrten erhielten außerdem noch kleine musikalische Präsente.
Beim gemütlichen Beisammensein wurden noch viele Erinnerungen und Anekdoten aus früheren Zeiten ausgetauscht, bevor der festliche Abend zu Ende ging.

Luhe. (rgl). Eine riesige Trauergemeinde,
Gläubige aus der Pfarrei Luhe und der ganzen Seelsorgegemeinschaft, Freunde, Kollegen, die Altöttinger Fußwallfahrer, die Kolpingsfamilie Luhe, die Katholischen Männer Luhe und über 50 Ministranten aus Luhe, Neudorf und Oberwildenau nahmen zusammen mit der Familie und den Angehörigen in einer bewegenden Feier Abschied von Georg Hirsch, der im Alter von erst 58 Jahren am Abend des 13. Juni ganz plötzlich und völlig unerwartet verstorben war.
Besonders beeindruckend waren die vielen Ministranten, die in einem kaum enden wollenden Zug mit Pfarrer Arnold Pirner und Pfarrer
i. R. Alfons Forster in das Gotteshaus einzogen und den ganzen Altarraum ausfüllten, begleitet von den Betreuerinnen Simone Ott (Neudorf) sowie Silvia Ippisch und Alexandra Voit (Oberwildenau).
Pfarrer Arnold Pirner skizzierte in seiner Predigt den Lebenslauf von Georg Hirsch und würdigte sein vielfältiges Engagement in der Pfarrei Luhe:
Auszug aus der Predigt:
„Georg Hirsch wurde am 2. August 1967 in Luhe geboren. Nach seiner Erstkommunion wurde er Ministrant und übte 23 Jahre lang, bis zu seiner Hochzeit, den Dienst am Altar aus.
Nach der Schulzeit machte er eine Ausbildung bei Bürotechnik Hirsch in Amberg und leistete anschließend seinen Wehrdienst.
Seit Juli 1992 war er als Informationselektroniker und Teamleiter der Technischen Qualitätskontrolle bei der Firma Conrad in Wernberg beschäftigt. Bereits als Jugendlicher war Georg bei der Kolpingsfamilie Luhe aktiv. Am 22. August 1998 schloss er mit seiner Frau Annemarie, geb. Schmerber, in der Pfarrkirche St. Martin den Bund der Ehe. Im Jahr 2000 wurde ihnen Sohn Dominik geschenkt, doch das Familienglück wurde damals bereits von der Krebserkrankung seiner Frau überschattet, mit der er 10 Jahre lang mit aller Kraft gegen die Krankheit ankämpfte und gleichzeitig liebevoll und fürsorglich für seinen Sohn Dominik da war. Am 26. Juli 2010 mussten beide von ihrer geliebten Ehefrau und Mutter Abschied nehmen.
Zwei Jahre später fand Georg Hirsch ein neues Glück mit seiner Lebensgefährtin Diana, die bis zu seinem plötzlichen Tod den Weg gemeinsam mit ihm ging und ihn bei seiner Aufgabe als Betreuer der Luher Ministranten tatkräftig unterstützte, die er bereits in der Zeit von Pfarrer Josef Schön vor über 20 Jahren übernommen hatte.
„Die Luher Minis – sie waren Georgs große Leidenschaft. Seine Arbeit, die er mit enormem Engagement, seiner großen liturgischen Erfahrung und mit Herzblut bis zu seinem plötzlichen Tod ausübte, war für unsere Pfarrei ein großer Segen und für mich als Pfarrer unheimlich wertvoll. Es war immer eine Freude, mit Georg zusammenzuarbeiten. Auf ihn konnte ich mich immer verlassen. Für die Kinder und Jugendlichen war er ein Vorbild und ein guter Freund, und er hielt die Minis als Gruppe zusammen.
Jedes Jahr bildete Georg mit Liebe und Geduld unsere neuen Minis aus. Die Jüngsten haben vergangenen Donnerstag zum ersten Mal ministriert und Georg war voller Stolz auf sie.
Er teilte die Minis zu ihren Diensten ein, plante jedes Jahr mit großer Umsicht und viel Zeitaufwand die Sternsingeraktion, ging mit den Minis an den Kartagen zum Ratschen und förderte bei vielen Aktionen die Gemeinschaft.
Mit den Eltern der Minis veranstaltete er im Pfarrheim gemütliche Zoiglabende, deren Erlös der Ministrantenkasse zugutekam.
Jedes Jahr gingen wir in den Pfingstferien gemeinsam mit den Minis aus Oberwildenau und Neudorf auf Reisen. Georg war immer maßgeblich an der Organisation unserer Ausflüge und Reisen beteiligt, zuletzt bei unserem Ausflug nach Salzburg vor 3 Wochen.
Besonders stolz war Georg auf die Höhepunkte, die er als Betreuer erlebte: 2006 durften die Luher Minis beim Besuch von Papst Benedikt beim Gottesdienst auf dem Islinger Feld mit ministrieren. Mit den Sternsingern schaffte er es sogar zweimal zum Empfang im Bundeskanzleramt: 2008 bei Angela Merkel und 2023 bei Olaf Scholz.
Highlights waren auch unsere vier Rom-Wallfahrten mit den Minis. Das alles waren für die Kinder und Jugendlichen unvergessliche Erlebnisse, von denen sie später wohl noch ihren Kindern erzählen werden.
Seit vielen Jahren übte Georg zuverlässig und mit Freude den Dienst des Kommunionhelfers aus und übernahm auch gerne Aushilfen beim Mesnerdienst. Er kannte sich ja in der Kirche und in der Sakristei bestens aus.
Georg war seit 2006 auch ein äußerst engagiertes Mitglied unseres Pfarrgemeinderates, davon 12 Jahre als stellvertretender Vorsitzender. Er hatte immer tolle Ideen und setzte diese mit großer Leidenschaft und hohem persönlichem Einsatz um. Zuletzt organisierte er das Lebendkicker-Turnier bei unserem Pfarrfest, und für vergangenen Sonntag hatte er für die Katholischen Männer eine Marterl-Rundfahrt vorbereitet, die er nicht mehr erleben sollte. Was Georg anpackte, das klappte einfach, und er konnte auch immer Helfer und Mitstreiter für seine Aktionen motivieren und gewinnen.
Gemeinsam mit unserem Kirchenpfleger Bernhard Irlbacher übertrug er in der Corona-Zeit über 100 Gottesdienste und Andachten im Livestream. Er organisierte Public-Viewings im Pfarrheim bei Fußball- WM und EM.
Jedes Jahr stellte er mit unserem Kirchenpfleger Bernhard Irlbacher am Kirchplatz einen Christbaum auf und war bei der Erstkommunion als offizieller Fotograf im Einsatz, erstellte Foto-CDs oder USB-Sticks mit den Bildern für alle Familien.
Seit 2 Jahren beleuchtete er zum „Red Wednesday“ unsere Kirche außen und innen in Rot und investierte dafür viele Stunden Arbeit.
Erst in diesem Jahr beschaffte er Scheinwerfer für unsere Kirche, mit denen wir den Altarraum in den liturgischen Farben beleuchten können. Georg fand immer für alle Ideen eine Möglichkeit zur Umsetzung und ließ sich nie lange bitten.
Er war wesentlich an der schwierigen Erarbeitung des Schutzkonzepts für unsere Pfarrei beteiligt.
Er engagierte sich nicht nur für die Minis und im Pfarrgemeinderat, sondern auch als Ausschussmitglied bei den Katholischen Männern, als aktives Mitglied bei Kolping und als Fördermitglied bei der Feuerwehr.
Eine seiner großen Leidenschaften war neben der Betreuung der Minis das Pilgern. Seit fast 30 Jahren pilgerte er jedes Jahr mit der Diözesanwallfahrt vor Pfingsten zur Muttergottes nach Altötting. Seit einigen Jahren arbeitete er im Ordner-Team mit und freute sich besonders, dass er heuer auf einer Teilstrecke das Pilgerkreuz tragen durfte, das heute bei seinem Begräbnis in der Kirche aufgestellt ist.
Alljährlich pilgerte Georg auch bei unserer Pfarrwallfahrt nach Mariahilf in Amberg. Bei den Wallfahrten fand er Stärkung im Glauben und Freude in der Gemeinschaft von Gleichgesinnten.
Der Weg von Georg ist völlig unerwartet und viel zu früh zu Ende gegangen. Sein Weg führte ihn über die Brücke aus dieser Welt hinüber in die Ewigkeit, in das ewige Leben bei Gott. Das Bild in der Todesanzeige und in der Kirche von Georg auf der Hängebrücke am Dachstein ist wie ein Symbol für diesen Weg, den Georg nun so unerwartet gegangen ist. Wir müssen heute Abschied von ihm nehmen und suchen in dieser schweren Stunde Halt und Trost bei Gott. Er ist es, der uns hält und trägt, wenn alle menschlichen Worte zu schwach sind, wenn jeder menschliche Trost versagt, auch wenn er noch so gut gemeint ist. Gott schenkt uns Trost und Zuversicht durch die Frohe Botschaft, die lautet: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Georg war von diesem Glauben erfüllt und geprägt und hat ihn durch sein Wirken in unserer Pfarrgemeinde an andere weitergegeben.
Er erzählte mir, dass Diözesanpilgerpfarrer Hannes Lorenz die Pilger in Altötting immer mit dem Gruß verabschiedet: „Entweder nächstes Jahr in Altötting oder im Himmel!“
Für Georg ist das nun Wirklichkeit geworden. Er ist über die Brücke in die Ewigkeit gegangen und wir glauben fest, dass er jetzt einen schönen Platz bei Gott im Himmel findet und dort gebraucht wird. Lieber Georg, Vergelt’s Gott für Alles!“
(Soweit der Auszug aus der Predigt von Pfarrer Arnold Pirner)
Die Fürbitten wurden von Kirchenpfleger Bernhard Irlbacher, PGR-Mitglied Johannes Käs, Ministrantin Anna Schulze und Kommunionhelferin Maria Lehnert gesprochen.
Nach dem Segen nahmen PGR-Sprecher Willi Köllner, Kolping-Vorsitzender Christoph Bacher, Wolfgang Eimer für die Kath. Männer Luhe und die FFW Luhe sowie DiözesanPilgerleiter Bernhard Meiler in bewegenden Nachrufen Abschied von Georg Hirsch und dankten ihm für sein Engagement und seine Treue über Jahrzehnte.
Unter großer Anteilnahme und tiefer Betroffenheit fand Georg Hirsch anschließend am Luher Friedhof seine letzte irdische Ruhestätte. Die Ministranten und der Pfarrgemeinderat nahmen mit Rosen Abschied. Peter Hentschel stand mit dem Pilgerkreuz der Diözesanwallfahrt am Grab und Pfarrer Pirner erteilte der ganzen Trauerversammlung damit den Segen.
Die Lücke, die Georg Hirsch in der Pfarrei Luhe hinterlässt, ist riesig und sehr schmerzhaft.
Luhe. Groß ist die Bestürzung in der Pfarrei Luhe. Viele Menschen können es gar nicht fassen: Ministrantenbetreuer Georg Hirsch ist ganz plötzlich und unerwartet am vergangenen Samstagabend im Alter von 58 Jahren verstorben. Wenige Tage vorher hatte er noch das Lebendkicker-Turnier beim Pfarrfest organisiert und mit den Minis der Seelsorgegemeinschaft in der Pfingstwoche vier erlebnisreiche Tage in Salzburg verbracht. Für vergangenen Sonntag hatte er zusammen mit Johannes Käs eine Marterl-Rundfahrt für die Katholischen Männer Luhe vorbereitet, die er nicht mehr erlebte.
Mit seiner Familie trauern die Gläubigen der Pfarrei Luhe und ganz besonders die Luher Minis, um die sich Georg Hirsch seit über 20 Jahren mit Leidenschaft und Hingabe kümmerte.
Außerdem war er ein sehr aktives Mitglied im Pfarrgemeinderat, übte mit Freude den Kommunionhelferdienst aus und engagierte sich in vielen Bereichen.
Er hinterlässt eine sehr große Lücke in der Pfarrgemeinde, die ihm zu großem Dank verpflich-tet ist und ihm ein ganz herzliches Vergelt’s Gott in die Ewigkeit hinüberruft.
Lieber Georg, Du fehlst uns schon jetzt!
Wir werden Dich immer in dankbarer Erinnerung behalten!